Kreisverband Wuppertal

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12. Wuppertal – Bewegungsstadt für alle

Bewegt der Mensch sich zu wenig, wird er krank. Auswirkungen des Bewegungsmangels sind Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht, Stoffwechselstörungen, Haltungsstörungen und Depressionen.

In diesem Sinne sieht DIE LINKE dringenden Handlungsbedarf im Sport für die Rückgewinnung von Gesundheit, Lebensfreude, der Stärkung der Gemeinschaft und damit insgesamt der Leistungsfähigkeit einer Kommune. Auf dem Weg zu diesen Zielen sind alle psychischen, physischen, sozialen und ökonomischen Barrieren abzubauen.

12.1 Der organisierte Sport

Die wertvolle Arbeit unserer Vereine ist in allen Bereichen zu unterstützen, dies gilt für den Breitensport genauso wie für den Spitzensport.

DIE LINKE fordert daher:

* den Erhalt und Ausbau einer bedarfsgerechten Sportinfrastruktur.

* die Sanierung von und den Ausbau weiterer Sportstätten.

* die erneute Inbetriebnahme und den Erhalt von Schwimmbädern.

* eine Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Verein und Schule.

* eine Ausschöpfung der Belegungszeiten von Sportstätten.

* genügend Schwimmzeiten für Schulen.

12.2 Bewegung im Lern- und Arbeitsalltag

Der Lern- und Arbeitsalltag sollte so ausgestaltet werden, dass er zu spontanen Bewegungs- und Haltungsveränderungen motiviert.

DIE LINKE fordert daher:

* die Einrichtung und den Ausbau von Radschnellwegen und Laufwegen.

* eine Möblierung in Schulen und an Arbeitsplätzen, die Veränderungen von Bewegungshaltung und Bewegungen bei der Arbeit ermöglicht.

* Bewegung fördernde Aufenthaltsräume in stadteigenen Unternehmen.

* gut ausgestattete Schulhöfe, die zu vielseitiger Bewegung anregen.

12.3 Unorganisierte Bewegung und Freizeitsport im öffentlichen Raum

Unorganisierte Bewegungsformen ermöglichen leichte, niedrigschwellige Zugänge zu unterschiedlichen Bewegungsgelegenheiten für alle. Diese sollten sich in der Nähe befinden, nichts kosten und nicht an feste Zeiten gebunden sein.

DIE LINKE fordert daher:

* sichere und attraktive Schulwege, damit Eltern ihre Kinder selbstständig zur Schule gehen lassen können, anstatt sie zu fahren.

* mehr Spielobjekte zum Klettern, Balancieren, Hüpfen, Experimentierpfade entlang den Schulwegen.

* die Einrichtung von Spielstraßen im direkten Umfeld von Schulgebäuden und KiTas. Sie müssen verkehrsberuhigt und zu echten Spiel-, Bewegungs- und Aufenthaltsräumen werden.

* Öffnung der Schulhöfe und KiTa-Spielplätze außerhalb der Schul- und Betreuungszeiten, die jedermann zu sportlichen Aktivitäten einladen.

* frei zugängige Vereinssportanlagen außerhalb der Vereinszeiten für alle.

* Parkähnliche Spiel-, Bewegungs- und Aufenthaltsräume rund um alle stadteigenen Wohnsiedlungen und -gebäude.

12.4 Öffentlicher Raum für den Bewegungsdrang von Kindern

Kinder sind experimentierfreudig und bewegungshungrig und stürzen sich auf alle benutzbaren Gegenstände und Geräte.

DIE LINKE fordert daher:

* möglichst viele Bewegungsinseln im öffentlichen Raum stadtplanerisch zu berücksichtigen, z.B. auch mit bespielbarer Kunst.

12.5 Bewegungsherausforderungen für Jugendliche

Modern, locker, ungezwungen wollen Jugendliche ihrem Bewegungsdrang nachkommen. Einige suchen Rückzugsorte, andere wollen gesehen werden. Gerade Jugendliche mit gebrochenen Biografien sehen im Sport die Möglichkeit, sich selbst ihre eigene Leistungsfähigkeit zu beweisen und sich vor anderen zu behaupten. Auch Bewegungsorte in Zentren und auf repräsentativen Plätzen sollten kein Tabu sein.

DIE LINKE fordert daher:

* Mitbestimmungsrechte der Jugendliche bei der Auswahl und Ausgestaltung von Bewegungsorten.

* Angebote für „Buildering“ (das Klettern an Gebäuden und Konstruktionen im urbanen Umfeld), Slackline-Anlagen, Fitness-Parcours und Skate-Anlagen.

* den Ausweis von Bereichen für Crossläufe abseits von befestigten Wegen.

* die Ausweisung von Dirtbike- und Montainbikestrecken außerhalb von Naturschutzgebieten für Bike-Parcours.

12.6 Outdoor Sport für Senior/innen und Menschen mit Beeinträchtigung

Senior/innen und Menschen mit Beeinträchtigungen brauchen besonders leichte Zugänge zu Sport im öffentlichen Raum für den Erhalt ihrer physischen und psychischen Gesundheit.

DIE LINKE fordert daher:

* geschützte Bewegungsräume in einem attraktiven Umfeld.

* seniorenfreundliche Sportgeräte für Workouts im Outdoor-Bereich.

* saubere WCs, Trinkbrunnen und etwas Schatten im Sportbereich.

* Freigabe von öffentlichem Raum für moderierte Sportangebote.

12.7 Stadtbewegung

Angesichts des gravierenden Bewegungsmangels, insbesondere bei benachteiligten Wuppertalern, muss der Zugang zu Sport einfach, schnell und möglichst kostenlos sein.

DIE LINKE fordert:

* Bewegung als Querschnittsaufgabe in der Verwaltung zu etablieren.

* einen Bewegungskompass, auf dem Bürger*innen alle Bewegungsangebote der Stadt auf einen Blick sehen.

* die Auflage eines Stadtbewegungsprogramms zur nachhaltigen kommunalen Arbeitsförderung, das sich auf die Herstellung und Pflege von Bewegungsräumen auf öffentlichem Grund und Boden konzentriert.

Anmerkung: Finanzierung durch EU-Mittel, Bundes- und Landesmittel, Gesundheitskassen, öffentliche Träger, Spenden von Stiftungen und Unternehmen. Für die materielle Beschaffung von fest installierten Spiel- und Sportgeräten sowie Bänken ist auch eine Finanzierung durch Patenschaften denkbar, ebenso für die Pflege solch informeller Bewegungsstätten. Benachteiligte Quartiere und Stadtteile sollten dabei zuerst berücksichtigt werden.

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