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Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag in Düsseldorf

22 Mio. junge Chancen – gemeinsam.gesellschaft.gerecht.gestalten

So war das Motto des 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Düsseldorf, wo Träger, Verbände, Vereine ihre Arbeit vorstellten und in Fachforen über wichtige Fragen, Herausforderungen in der Kinder- und Jugendarbeit informiert und diskutiert wurde.
Und dass unter dem Aspekt, dass die Kinderarmut steigt und somit die Chancen der jungen Menschen sinken, dass es kein durchlässiges Bildungssystem gibt, sondern die finanziellen Möglichkeiten der Eltern den Bildungserfolg der Kinder- und Jugendlichen bestimmen. Das im Kinder- und Jugendförderbereich unzureichende Sach- und Personal-Mittel zur Verfügung stehen, um inklusiv-integrativ-bedarfsorientiert-partizipativ zu arbeiten. Und obenauf, dass die Reformierung des SGB VIII des sog. Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes so unbemerkt durchgewunken werden soll, ohne das Fachleute und Verbände und auch Vertreterinnen der Kinder- und Jugendlichen genügend Zeit dazu hätten sich entsprechend zu äußern.

Es zeigte sich an den Ständen, viele engagierte Mitarbeiterinnen und Träger, die ihre oft sehr innovativen Projekte und Arbeit vorstellten, die eine adäquate Antwort auf die Veränderungen und Herausforderungen unserer Gesellschaft sein können. Viele Träger haben ihr Kinder- und Jugendhilfeangebot im stationären, teilstationären und auch in der offenen Kinder- und Jugendarbeit dahingehend angepasst, dass vermehrt Kinder- und Jugendliche mit Migrationshintergrund/Fluchterfahrungen die Angebote benötigen oder nutzen. Da ist zu nennen der Bereich der stationären Wohngruppen für unbegleitete geflüchtete Kinder- und Jugendliche. Vermehrt therapeutische Aufarbeitung durch Traumatherapie und Traumapädagogik usw. Auch in den Fachforen setzte man sich mit dem Themen z. B. „ Junge Geflüchtete – Integration als Steuerungsaufgabe der kommunalen Jugendförderung“ auseinander, wo deutlich wurde, dass die Haltung der Stadtverantwortlichen oft eine gute Arbeit unterstützt oder verhindert. Z. B. in manchen Städte wird rigoros Jugendhilfe und Förderung nach dem 18. Lebensjahr für geflüchtete Jugendliche beenden mit der Begründung, für diese Zielgruppe gibt es den § 41 SGB VIII nicht. Dann die Haltung, es gibt für diese Jugendlichen eine Weiterführung der Hilfen über das 18. Lebensjahr hinaus, da sie darauf ein Anrecht haben wie jeder Jugendliche in diesem Land und aufgrund ihrer Flucht und Entwurzelung, sondern noch einen Mehrbedarf, um ihnen einen guten Start in die Gesellschaft, Schule, Ausbildung, Leben zu ermöglichen.

Das macht sich in der Arbeit der Jugendämter, Jugendförderung usw. sehr bemerkbar. Auch in der Jugendhilfeplanung und Quartiersentwicklung werden verstärkt Angebote berücksichtigt, die geflüchteten Familien, geflüchteten Kindern- und Jugendlichen ein Miteinander ermöglichen. Auch Programme, die vom Land- oder Bund gefördert werden, wie z. B. „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge vom LWL“ oder die Kommunalen Integrationszentren und Jugendmigrationsdienste sind gute und notwendige Projekte. Ein großer Anteil daran haben die freien Träger und Vereine, die zum größten Teil engagierte und hervorragende Arbeit leisten, was bei den Gesprächen an den Ständen zu erfahren war.

Petra Mahmoudi Landtagsdirektkandidatin Wahlkreis 32 Wuppertal


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