Kreisverband Wuppertal

Das Verhalten, Herr Schneidewind!

Der LINKE OB-Kandidat Bernhard Sander unterstützt nachfolgende Presseerklärung der VVN-BdA Wuppertal vom 10. September 2020:
 
Es kommt auf das Verhalten jeder/s Einzelnen an, Herr Schneidewind
 
Die VVN-BdA Wuppertal fordert Herrn Professor Schneidewind, den gemeinsamen Oberbürgermeisterkandidaten von CDU und Grünen, zu einer energischen und sichtbaren Aktion auf, um das Vertrauen in seine Politik und in die Politik der Partei Bündnis90/Die Grünen Wuppertal wiederherzustellen.
In der Publikation „Wohlstand für alle – Klimaschutz und Marktwirtschaft“ der „Ludwig-Erhard-Stiftung“, geleitet von Roland Tichy, ist Professor Schneidewind mit einem Artikel vertreten. Es schreiben hier auch bekannte Intellektuelle mit Nähe zur AfD
 
Roger Köppel „Ich meine es nicht böse“ - Interview mit B. Höckehttps://www.weltwoche.ch/ausgaben/2019-48/titelgeschichte/ich-meine-es-nicht-bose-die-weltwoche-ausgabe-48-2019.html und https://www.woz.ch/-a2f0
Dr. Klaus-Rüdiger Mai, hofiert von den „Christen in der AfD“https://www.chrafd.de/index.php/184-das-mass-ist-randvoll
Professor Wolfgang Ockenfels, im Kuratorium der „Desiderius-Erasmus-Stiftung“https://www.katholisch.de/artikel/18367-dominikaner-distanzieren-sich-von-wolfgang-ockenfels
 
Professor Schneidewind und wenige andere sind in dieser Veröffentlichung der „Ludwig-Erhard-Stiftung“ das liberale Feigenblatt. Seine politische Distanzierung vom Herausgeber Tichy ist nicht glaubhaft, wenn sie nicht zum sofortigen Abbruch jeder Kooperation mit Tichy führt.Wie steht Herr Schneidewind zu den Aktivitäten und Äußerungen von Murswiek, Köppel, Mai und Ockenfels?
 
Volker Weiß, Historiker mit dem Schwerpunkt Neue Rechte, schreibt: „Gegenwärtig schwinden die Berührungsängste der Mitte mit dem rechten Rand und Teile des Bürgertums bewegen sich zurück in eine Konstellation, die sie in den liberalen Nachkriegsjahrzehnten verlassen haben.“ Er warnt uns: „Die Synthese zwischen Bildungselite und liberaler Demokratie, von der die bundesrepublikanische Geisteslandschaft seit den 60er Jahren (...) bestimmt wurde, ist nicht naturgegeben. Sie kann auch enden.“ (Volker Weiß, Nachwort; in Theodor W. Adorno: Aspekte des neuen Rechtsradikalismus, Frankfurt/Main, 5. Auflage 2019)
 

Die Wuppertaler*innen stehen in der Tradition des Widerstandes gegen den Faschismus; mutige Frauen und Männer aus dieser Stadt haben alles riskiert. Linke, liberale und konservative Menschen, christliche Menschen, Menschen aus allen Schichten haben im Großen und im Kleinen die Geschichte des anderen Deutschland geschrieben. Dies ist unser antifaschistisches Erbe, und dies werden wir verteidigen.

Im Kampf gegen Rechts kommt es auf das Verhalten jeder/s Einzelnen an. Darüber hinaus trägt Herr Professor Schneidewind als Oberbürgermeisterkandidat unserer Stadt eine herausragende Verantwortung.Wir möchten unsere Positionen vom 30. Juni nochmals bekräftigen.

Herr Schneidewind, beziehen Sie unmissverständlich Position gegen die rechten Ansichten Herrn Tichys! Ziehen Sie ihren Beitrag zurück; lassen Sie die weitere Veröffentlichung durch die „Ludwig-Erhardt-Stiftung“ sperren. Machen Sie auf diesem Weg deutlich, dass Sie die Kontakte zu den Rechten abbrechen!

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