Kreisverband Wuppertal

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6. Weiterbildung

Weiterbildung meint hier ein öffentlich finanziertes Angebot von Kursen, „die die Entfaltung der Persönlichkeit fördern, die Fähigkeit zur Mitgestaltung des demokratischen Gemeinwesens stärken und die Anforderungen der Arbeitswelt bewältigen helfen“, also Angebote aus den Bereichen „der allgemeinen, politischen, beruflichen und kulturellen Weiterbildung“ sowie der „Eltern- und Familienbildung“ (Zitate aus Weiterbildungsgesetz NRW § 3). Weiterbildung gehört damit zur „kommunalen Pflichtaufgabe“.

In Wuppertal gibt es ein vielfältiges Angebot für alle Bevölkerungs- und Altersgruppen von der Bergischen Volkshochschule, die 2006 durch die Fusion mit der Volkshochschule in Solingen hervorgegangen ist. DIE LINKE setzt sich dafür ein, dass dieses Angebot erhalten bleibt und dass durch niedrige Teilnehmerentgelte und dezentrale Lernorte mehr Menschen aus den einzelnen Wuppertaler Stadtteilen erreicht und zur Teilnahme an den Kursen gewonnen werden können.

Für diese „aufsuchende“ Bildungsarbeit  müssen genügend Pädagog*innen mit unbefristeten Arbeitsverträgen sowie geeignete Räumlichkeiten  in den Quartieren zur Verfügung stehen. Bei der Schaffung von Netzwerken auf kommunaler Ebene muss die Bergische Volkshochschule neben freien und privaten Trägern als wichtiger Kooperationspartner berücksichtigt werden.

Da Weiterbildung die vierte Säule des Bildungswesens und damit eine staatliche Daueraufgabe ist, müssen in der Bergischen Volkshochschule längerfristig Honorarverträge für Lehrkräfte – ähnlich wie in der Musikschule – in feste unbefristete Arbeitsverträge umgewandelt werden. Denn viele Dozent*innen sind  eben nicht „nebenberuflich“ für die Bergische Volkshochschule tätig, sondern leben allein von der Unterrichtstätigkeit in dieser kommunalen Bildungseinrichtung.

DIE LINKE setzt sich deshalb auch für eine Reform des Weiterbildungsgesetzes NRW ein, die den steigenden Weiterbildungsbedarf vor Ort berücksichtigt. Deshalb müssen den Kommunen vom Land dauerhaft entsprechend hohe finanzielle Mittel nach dem Weiterbildungsgesetz zur Verfügung gestellt werden.

Des Weiteren fordern wir:

* Ausbau der Bildungsberatung für Erwachsene und verstetigte Finanzierung, unabhängig von aktuell gegebenen Förderbedingungen aus EU-Projektmitteln.

* Anlaufstellen für Ratsuchende in Bildungsfragen sind flächendeckend einzurichten und zu unterhalten. Ergänzend soll aufsuchende Beratung gezielt gegen soziale Selektion und „Bildungsarmut“ angehen und Chancengleichheit fördern.

* Bildungs-, Berufs- und Bewerbungsangebote der VHS sollten vom Jobcenter anerkannt werden, da die VHS gut ausgebildete und hoch qualifizierte Mitarbeiter*innen hat.

* DIE LINKE fordert kommunale Werbung für Bildungsurlaub – auch bei Unternehmen. Die Stadt soll in Zukunft Bildungsurlaub, der den Arbeitnehmer*innen zusteht, öffentlich bewerben.

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