Anlässlich des 73. Jahrestages der sogenannten Reichspogromnacht am 9. November rufen Landtagsfraktion und Partei DIE LINKE in NRW zu größter Wachsamkeit gegenüber neofaschistischen Umtrieben auf. Aktuell kristallisierten sich weitere Aktionsschwerpunkte militanter Neofaschisten/-innen heraus. Aus diesem Grund ruft DIE LINKE zur Teilnahme an der Demonstration „Erinnern heißt handeln!“ in Wuppertal-Vohwinkel auf.
„Militante Neofaschisten in Wuppertalverfolgen das Dortmund-Dorstfelder Modell“, erklärt Gunhild Böth, Wuppertaler Landtagsabgeordnete: „Sie konzentrieren ihre Anhänger und somit ihre Attacken und Provokationen auf einzelne Stadtteile.“ So habe sich in den letzten Monaten auch in Wuppertal-Vohwinkel eine bedrohliche Szene aus sogenannten Autonomen Nationalisten festgesetzt. Außer in Dortmund und Aachen seien militante Neonazi-Zellen in Bochum-Langendreer, im Kreis Unna, in Hamm und vielen weiteren Orten aktiv.
„Der Jahrestag der Reichspogromnacht, Teil der blutigen Judenverfolgung in Hitlerdeutschland, mahnt uns“, sagte Böth weiter. „Wir dürfen nicht wegsehen, wenn Neonazis versuchen, in einzelnen Stadtteilen ein rassistisches und totalitäres Faustrecht durchzusetzen. Dagegen helfen keine Lippenbekenntnisse, sondern nur aktiver Widerstand aller Menschen, für die Demokratie mehr als eine Floskel ist.“
Gunhild Böth erinnert an die großen antifaschistischen Proteste im Land: Über 10.000 Menschen haben Anfang September gegen den Naziaufmarsch in Dortmund protestiert. In Bochum waren jüngst 1.200 Menschen für ein friedliches Langendreer auf die Straße gegangen. Böth: „Für den 9. November rufen wir zum Gedenken an die Pogromnacht in Wuppertal auf. Gleichzeitig wird es ein klares Signal an die Neonazis im Stadtteil: Sie müssen merken, dass ihnen auch in Vohwinkel kein Platz für ihre Hetze und brutalen Aktionen bleibt. Kein Fußbreit den Faschisten!“