Zum Wahlergebnis des verdi-Geschäftsführers D. Bell erklärt Bernhard Sander, Direktkandidat im WK 32
Dietmar Bell hat als Gewerkschafter seine Verdienste bei der Sicherung von Arbeitsplätzen und Mitbestimmung und auch im Kampf gegen unmoralische Niedriglöhne. Am Wochenende verweigerte der SPD-Parteitag ihm den Einzug in den Landesvorstand, so wie ihm der Parteitag vor einigen Wochen schon einen sicheren Listenplatz verweigerte.
Steinbrück, Müntefering und andere Urheber der Agenda 2010 saßen in der ersten Reihe, als die SPD-Delegierten Bell aus dem Vorstand heraushielten. „Die SPD ist von einer personellen und inhaltlichen Erneuerung noch weit entfernt“, kommentiert Sander, der auch Landesvorstandsmitglied DER LINKEN ist, den bemerkenswerten Vorgang.
Eine Chance zum Einzug in den Landtag räumt Sander ihm nun nicht mehr ein, denn vor Ort hat Bell schon als OB-Kandidat durch seine zögerliche Haltung gegen die Vorbereitungen zur Streichliste des sogenannten Haushaltssicherungskonzepts das meiste Vertrauen verloren.
DIE LINKE teilt überwiegend die Einschätzung, dass die SPD-Fraktion im Stadtrat wild entschlossen scheint, sich über die Wahlaussichten Bells hinweg zu setzen, weil sie die Kürzungen im sozialen und kulturellen Kernhaushalt weiterhin mit trägt. „Nur eine Stimme für DIE LINKE ist eine Stimme für unsere Stadt“, schlußfolgert Sander. Er erwartet, dass nun die Stimme des Gewerkschafters Bell wieder lauter zu hören sein wird.