Da fällt der Stadtspitze nichts Besseres ein, als gehorsam den Rotstift zu nehmen, wenn die Landesregierung die finanzielle Situation anmahnt. Gibt es denn etwas Besseres? Ja –Widerstand leisten! Zur Not mit Verschuldung leben, als das städtische Leben zu zerstören.
Aber nicht nur die kommunale Haushaltspolitik treibt ihre Blüten, Wuppertal bekommt auch anderweitig „sein Fett weg“.
Nach dem Quelle-Konkurs sind die Quelle-Shops verschwunden. Ob es dem einen oder anderen Shop-Inhaber gelingt, sich umzustellen oder für ein anderes Versandhaus zu agieren ist noch nicht absehbar. Für viele Wuppertalerinnen und Wuppertaler ist der wohnortnahe Versandhaus-Shop, bei dem man bequem bestellen und bezahlen konnte, erst einmal weg!
Die Post AG hat mitgeteilt, in naher Zukunft weitere Filialen in Wuppertal zu schließen. Schon jetzt ist es in manchen Stadtteil so, dass man das Paket oder das Einschreiben in Privatläden aufgibt, die die Postdienste übernommen haben. Ärgerlich wird`s vor allem dann, wenn man ‚mal etwas Komplizierteres mit der Post regeln muss. Dann muss man schon zur Hauptpost in die Stadt fahren.
Mehr und mehr Ladenlokale in den Stadtteilen stehen leer, ebenso Gaststätten. Die Kaufkraft der Menschen hat durch Hartz-Gesetze und andere Belastungen nachgelassen und zu dem verlieren zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte ihre Existenz durch die Konkurrenz der großen Warenhäuser oder Shop-Center in den Innenstädten, a la Rathaus-Galerie und City-Arkaden. Von dieser Art Shop-Center soll es nach dem Döppersberg-Umbau noch mehr geben – ob die wirklich gebraucht werden?
Bei diesen Entwicklungen bleiben auch stets Arbeitsplätze auf der Strecke, was die Situation zusätzlich verschärft.
Also eine „blühende Stadt“ ist Wuppertal immer weniger. Mögen wir’s verhindern, dass nicht noch Schlimmeres blüht!