Spatenstich am 11. Mai
Seit mehr als zehn Jahren wurde der Umbau Döppersberg geplant. Kosten soll das Projekt etwa 90 Millionen Euro. Dreißig Millionen davon muss die Stadt Wuppertal aufbringen.
Ohne Zweifel: Am Busbahnhof Döppersberg sind Veränderungen überfällig und notwendig. Der Busbahnhof muss verlegt werden und so zugänglich sein, dass niemand gefährdet wird.
Aber: Der Busbahnhof sollte im Tal bleiben. Nach dem Umbau müssen Rolltreppen und Personenaufzüge eingesetzt werden, damit jede/r den Bahnhof erreichen kann, auch Menschen, die Behinderungen haben, die schwere Dinge oder Kinderwagen mit sich führen. Rolltreppen und Aufzüge in Gang zu halten kostet allerdings fortlaufend Geld.
Der Umbau muss nicht 90 Millionen Euro kosten, wenn daraus nicht ein Prestigeprojekt gemacht worden wäre. Zu dessen Finanzierung haben die Mehrheiten des Stadtrates den Verkauf von Anteilen der Stadtwerke durchgesetzt, da nur so die städtischen Kliniken entschuldet und damit verkaufsfähig gemacht werden konnten, eben um den Umbau Döppersberg zu bezahlen.
Jetzt steht zu erwarten, dass die Fördergelder aus Düsseldorf freigegeben werden.
Aber was bislang verschwiegen wurde: Projekte für den Aufbau einer sozialen Stadt werden damit aus Düsseldorf nicht mehr gefördert. Damit können diese Projekte – z.B. Stadtteilbüros, Jugendtreffs etc. - weder dauerhaft fortgeführt werden noch können neue Projekte gestartet werden.
Und genau dies wurde noch in der letzten Sitzung der Begleitkommission zum Umbau Döppersberg von Vertretern der CDU vehement bestritten!
Elisabeth August