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Kahlschlag im Biotop auf Erbschlö!

Trotz der Zusagen der Verantwortlichen beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW das Biotop auf Erbschlö bis Mai, der Umsiedlung der Kammmolche, durch Bauarbeiten zu verschonen begann man am 28.01.09 im Biotop (Langwaffenschießstand) mit Rodung und Fällarbeiten. Die Folgen: eine fürchterliche Zerstörung der Natur, die den dort lebenden Tieren ihren Lebensraum nimmt.

Die Geschwindigkeit, mit der die Arbeiten trotz schlechten Wetters durchgeführt werden, lässt den Verdacht aufkommen, so schnell wie möglich vollendete Tatsachen zu schaffen, nach dem Motto: „Wenn alles zerstört ist, brauchen sich die Umweltschützer nicht mehr aufregen!“

Es geht hier nicht um eine grundsätzliche Ablehnung einer JVA in Wuppertal, aber warum wird ein Landschaftsschutzgebiet mit Biotop urplötzlich in Bauland umgewandelt? Das Widersinnige an dieser Geschichte ist, dass das,  was an Natur und Landschaft auf Erbschlö zerstört wird, ca. 1.km Luftlinie als sogenannte Ersatzmaßnahme durch die Einzäunungen auf Scharpenacken ( Barmer Gebiet ) wieder neu erschaffen werden soll.

Um einen Eindruck der Zerstörung im Biotop zu belegen dienen zwei Bilder. Das erste wurde am 04.01.09 gemacht und zeigt das Gelände im unberührten Zustand und ist von der Kugelfangmauer in Richtung Einfahrt Erbschlö gemacht.

Das zweite Bild wurde am 03.03.09 gemacht, konnte aber wegen der laufenden Bauarbeiten nur von der Hälfte des Geländes in Richtung Einfahrt Erbschlö erstellt werden.

Der Kahlschlag findet aber nicht nur im Biotop statt sondern erstreckt sich von der ehemaligen Standortverwaltung über das Gelände bis zum Biotop (gesamt ca. 30 ha.). Was hier an Bäumen gefällt wurde ist kaum vorstellbar! Das gesamte Gelände  gleicht einer großen Kraterlandschaft.

Die Naturzerstörung auf Scharpenacken zeigt, was die politisch Verantwortlichen in Stadt und Land von Natur- und Umweltschutz halten!
Horst Gonter