Zurück zur Startseite

Ein Zwischenruf:

Gute Banken - schlechte Banken

Hier und jetzt einmal die Frage aufgeworfen: Was zeichnet eigentlich eine gute Bank aus?

Eine gute Bank arbeitet mit Kreditzinsen, die den Kreditnehmer nicht erwürgen. Sie prüft das Vertrauen des Kreditnehmers, da sie weiß, dass sie nicht mit eigenem Geld sondern mit den Ersparnissen anderer Gläubiger arbeitet. Eine gute Bank versteht sich als Förderer innerhalb einer Gebernehmergemeinschaft, versteht sich nicht als Unternehmer oder Global Player.

Eine gute Bank verzinst die Einlagen der Sparer in einem ausgewogenen Verhältnis zu den komplementären Kreditzinsen. Eine gute Bank arbeitet nicht mit überhöhten Verwaltungsgebühren. Eine gute Bank berät den Anleger oder Kreditnehmer, sie bequatscht ihn nicht, sie informiert ihn umfassend. Eine gute Bank setzt ihre Mitarbeiter nicht unter Druck.

Eine gute Bank bietet klassische Finanzdienste an. Sie beteiligt sich nicht an der Erfindung nicht verständlicher „Produkte“. Eine gute Bank kontrolliert und bewertet die eigene Führung. Versagt die Führung, dann nimmt die Gebernehmergemeinschaft die Führung in Haftung.

Bei grob fahrlässigen Verhalten wird die Führung vor die Tür gesetzt. Eine gute Bank engagiert sich dort, wo ein Nutzen und Mehrwert für die Gesellschaft als Ganzes zu erwarten ist. Eine gute Bank dokumentiert ihr Gebaren transparent und verständlich für alle nach außen.

Eine gute Bank findet man so leicht nicht. Ergo: Bitte genau hinschauen.

Anmerkung: Ein solcher Kriterienkatalog muss selbstverständlich auch für Politiker und Unternehmer aufgestellt werden.
Ludger Spellerberg