Am Donnerstag den 18.03 wurde auf der JVA- Baustelle in Ronsdorf das Richtfest gefeiert.
Schwerpunkt des Jugendstrafvollzugs soll sein, den jungen Gefangenen sowohl schulische als auch berufliche Ausbildung zu vermitteln und sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung positiv zu beeinflussen.
Müssen Jugendliche also erst eine kriminelle Laufbahn einschlagen, um Zugang zu schulischer/beruflicher Ausbildung sowie Beratungsangeboten zu bekommen? In Wuppertal (und auch in vielen anderen Städten) wird dies wohl bald der Fall sein, wenn weiterhin im Sozialbereich gekürzt wird!
Niemand wird als Straftäter geboren!
In der heutigen Leistungsgesellschaft ist es verdammt schwierig, nicht die Orientierung zu verlieren oder auf der Strecke zu bleiben. Frustration wird zu Aggression und die Gesellschaft schüttelt entsetzt den Kopf, fordert mehr Kameras und aus Reihen der Politik werden härtere Strafen für kriminelle Jugendliche gefordert. Dass niemand als Straftäter geboren wird, wird dabei leider viel zu oft übersehen. Die Biographien von inhaftierten Jugendlichen und Heranwachsenden sind geprägt von innerfamiliärer Gewalt, Herausfallen aus der Schule, mangelnder Berufsausbildung und Arbeitslosigkeit.
Prävention statt Strafe!
Es gibt sehr viele Faktoren, die dazu beitragen können, dass ein Jugendlicher kriminell wird und genauso gibt es auch diverse Möglichkeiten, dieses zu verhindern. Streetworker, Sozialarbeiter an Schulen und Jugendtreffs sind nur einige von ihnen. Wer hier spart, lässt die Jugend im Stich und schneidet sich zudem ins eigene Fleisch.
Es wird Zeit, dass die (Wuppertaler) Politiker endlich einsehen, dass Prävention sinnvoller als Strafe ist und Kürzungen im Sozialbereich absolut verkehrt sind!
Mehr Geld für Frauennotruf, Jugendeinrichtungen, Theater, Schwimmbäder etc. statt Millionen für Knäste!
Für ein solidarisches Miteinander!
Peggy Konarski und Kersten Schoth
Basisgruppe Linksjugend[solid']-Wuppertal