Bernhard Sander
Zu Reaktion der SPD auf die Ankündigung Lafontaines, nicht mehr zum Bundesvorsitz zu kandidieren, erklärt der Direktkandidat Bernhard Sander:
DIE LINKE hat dieses Land verändert. Die Themen Arbeit, soziale Gerechtigkeit und Frieden können nicht länger verdrängt werden.
Wie kein anderer repräsentiert Oskar Lafontaine diese Werte. Nach seiner Ankündigung, aus gesundheitlichen Gründen nicht wieder zu kandidieren, gebührt ihm unser aller Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit.
Die SPD wittert nach dem Abgang von Oskar Lafontaine scheinbar Morgenluft und fordert zur Rückkehr auf. Sander, der selbst aus der SPD über die Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit zur Linken kam, verweist auf einen ungenannten Leserbriefschreiber:
"Liebe Ex-Genossinnen und Ex-Genossen von der SPD! Ihr könnt uns ja viel versprechen, aber erst mal möchte ich Taten sehen. Distanziert Euch endlich von der Rente mit 67 und von Hartz IV. Auch die Änderung der Rentenformel muss revidiert werden. Es darf nicht sein, dass Leute die 40 Jahre lang gearbeitet haben in Zukunft nur noch eine Grundsicherung erhalten. Vorher kann ich nicht glauben, dass die SPD wieder eine soziale Partei ist. Auch ich kann mir eine bessere Linke NRW vorstellen. Eine soziale SPD wäre mit lieber. Aber ein Eintritt in ein neo-liberale SPD ist abwegig."
Und Sander kommentiert. "Die SPD ist nicht in der Lage, diese Menschen zurückzuholen, deshalb dümpelt sie im 30%-Teich. Der LINKEN weht an Rhein und Ruhr der Wind in die Segel. Denn nur, wenn DIE LINKE im Landesparlament vertreten ist, haben weder schwarz-gelb (45%) noch schwarz-grün (48%) eine Mehrheit der Mandate. Unsere Verpflichtung gegenüber Oskar Lafontaine ist es einen Politikwechsel zu erzwingen.